12.08.10:
26.11.09:
Aktuelle Auto-Nachrichten aus Russland
24.11.09:
Der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna will Opel mit Hilfe russischer Partner übernehmen: Neben der halbstaatlichen Sberbank soll der Autobauer GAZ als technologischer Partner und Türöffner für den umkämpften russischen Markt dienen.
Der zweitgrößte Autobauer des Landes will seine modernen Produktionsanlagen und sein riesiges Vertriebsnetz nutzen, um künftig Opel-Autos "Made in Russia" für den russischen Markt zu fertigen. Opel soll dagegen technisches Know-how für die Liaison liefern und GAZ helfen, sein Ansehen aufzupolieren.
Dabei bringt GAZ (Gorkowski Awtomobilnji Sawod oder Gorkier Automobilfabrik) sein 2008 mit Hilfe von Magna neu errichtetes Werk in Nischni Nowgorod ein, das 400 Kilometer nordöstlich von Moskau liegt. Das Geld für die Partnerschaft kommt von der Sberbank und damit indirekt vom russischen Staat. Früheren Berichten der russischen Wirtschaftszeitung "Wedomosti" zufolge plant das Konsortium den Bau von jährlich 180.000 Opel-Fahrzeugen in Nischni Nowgorod.
GAZ ist derzeit Russlands größter Produzent von Bussen, Lastwagen, Straßenbaufahrzeugen und großen Dieselmotoren. Im Jahr 2007 machte das Unternehmen 153 Milliarden Rubel (3,5 Milliarden Euro) Umsatz. Berühmt wurde GAZ mit dem legendären Wolga, dem Auto der sowjetischen Funktionäre und Apparatschiks. Die Marke litt in den vergangenen Jahren aber unter dem massiv gewachsenen Interesse russischer Autokäufer an Wagen aus westlichen Ländern. Inzwischen werden vom Wolga nur noch einige hundert Stück im Monat produziert.
GAZ hat derzeit Schulden von rund einer Milliarde Euro. Hauptgläubiger ist die Sberbank. Im März sagte die Regierung von Ministerpräsident Wladimir Putin dem Autobauer, der rund 100.000 Mitarbeiter beschäftigt, umgerechnet 92 Millionen Euro Staatshilfen zu. Kontrolliert wird die GAZ-Gruppe von dem russischen Oligarchen Oleg Deripaska, der bis zur jüngsten Wirtschaftskrise laut Magazin "Forbes" der reichste Mann Russlands war. Deripaska hielt bis zum vergangenen Jahr auch eine Beteiligung am Zulieferer Magna, musste sich von dieser jedoch wegen der Krise wieder trennen. [ russland.RU ]