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Autonachrichten aus Russland

06.09.2009  Russland bekommt neue Auto-Holding und Automarkt taut auf

Bewegung im russischen Automobilsektor: Der Staatskonzern Rostechnologie will den heimischen Autobauer Avtovaz, den Lkw-Hersteller Kamaz und den Motorenfabrikanten Avtodizel in einer neuen Holding bündeln, wie das Unternehmen am Montag ankündigte.


Führen solle die neue Holding Kamaz-Chef Sergej Kogogin. "Es ist geplant, dass sich diese Holding aus vier Sub-Holdings zusammensetzt", erläuterte Igor Sawialow von Rostechnologie im russischen Fernsehen.


Demnach wird sich die erste Unter-Holding auf leichte Fahrzeuge konzentrieren, die zweite auf Lastwagen, die dritte auf Autoteile und die vierte schließlich auf Motoren. Rostechnologie hält ein Viertel der Anteil an Avtovaz, dem Lada-Bauer und Flaggschiff der russischen Auto-Industrie, dazu 37,8 Prozent an Kamaz und 30 Prozent an Avtodizel. Avtovaz teilte derweil auf seiner Website mit, dass Firmenchef Boris Aljoschin den Konzern verlässt.


Die russische Autoindustrie hatte bis zum vergangenen Jahr Investoren begeistert, weil der Automarkt dort so rasch wuchs wie nirgendwo in Europa. Mittlerweile aber ist der russische Autosektor in die Krise geraten, weil auch hier die Nachfrage im Sog der Wirtschaftskrise einbrach. Im Juli war in Russland der Verkauf von Autos und Kleinlastwagen im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als die Hälfte zurückgegangen, wie der in Moskau ansässige Verband europäischer Unternehmen mitteilte. Avtovaz und Kamaz hatten die Arbeit in ihren Werken im August wegen der gesunkenen Nachfrage ruhen lassen.


Russlands Automarkt lebt auf


Die Zahl der Russen, die in den nächsten zwölf Monaten den Erwerb eines PKW planen, hat sich in den vergangenen sechs Monaten verdoppelt und ist von drei Prozent auf sechs Prozent gestiegen.


Neue russische Fahrzeuge gewinnen an Popularität. 22 Prozent der Teilnehmer der jüngsten Meinungsumfrage des Allrussischen soziologischen Forschungszentrums "Öffentliche Meinung" (russische Abkürzung: WZIOM) würden sie kaufen.


Im Februar dieses Jahres erklärten sich lediglich zwölf Prozent der Befragten bereit, sich neue einheimische Wagen anzuschaffen.


28 Prozent der Umfrageteilnehmer wünschen sich neue ausländische PKW.


23 Prozent erklärten, sie würden sich ausländische Gebrauchtwagen kaufen.


Die Zahl der Russen, die gar keinen PKW-Kauf planen, ist seit Februar 2009 von 85 Prozent auf 79 Prozent geschrumpft.


Die Zahl der Personen, die Kredite in Anspruch nehmen würden, stieg zugleich von 36 Prozent auf 42 Prozent.


Zehn Prozent der Befragten wollen sich jedoch nicht an Kreditanstalten, sondern an Familienmitglieder und Freunde wenden.


Auch die Zahl der zukünftigen PKW-Besitzer, die ihr Wunschauto sofort mit Bargeld bezahlen würden, stieg von 27 auf 37 Prozent.

Ursprung: www.russland.ru

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